Forschungsprofil

 

Wir widmen uns seit 70 Jahren der Erforschung der Katalyse. Begonnen hat alles mit Forschungsbestrebungen zur Herstellung künstlicher Butter in der Nachkriegszeit. Heute ist das Leibniz-Institut für Katalyse e.V. (LIKAT Rostock) eines der größten öffentlich geförderten Katalyseinstitute in Europa. Das LIKAT Rostock erkundet die Phänomene der Katalyse von den Grundlagen her und entwickelt gemeinsam mit der Industrie innovative Lösungen für die Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse.

 

Die globalen Herausforderungen im Blick

Katalyse ist die Wissenschaft von der Beschleunigung chemischer Stoffumwandlungen. Katalysatoren bringen chemische Reaktionspartner auf Trab: sie ermöglichen, kontrollieren und beschleunigen chemische und biochemische Prozesse. Katalysatoren helfen in der chemischen Industrie Energie und Rohstoffe zu sparen. Sie erhöhen die Ausbeute und vermeiden Nebenprodukte, indem sie Ausgangsstoffen auf molekularer Ebene ermöglichen, spezifisch und selektiv zu reagieren. Der Katalysator selbst wird dabei nicht verbraucht.

Katalyse ist für die Bedürfnisse unserer heutigen Gesellschaft unverzichtbar – mehr als 80 % aller chemischen Produkte durchlaufen in ihrer Herstellung mindestens einmal einen katalysierten Prozess.

Leistungsfähige Katalysatoren sorgen schon heute dafür, dass chemische Reaktionen ressourcenschonend unter Erhöhung der Ausbeute, Vermeidung von Nebenprodukten und Senkung des spezifischen Energiebedarfs ablaufen. Sie sind der Schlüssel zu einer ökonomisch und ökologisch optimierten Wertschöpfung und ein zentrales Instrument zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit chemischer Produktionsverfahren.

Mit ihren Themen nehmen Forscherinnen und Forscher am LIKAT große Ziele der Weltgemeinschaft in den Blick: klimaneutrale Gesellschaft, sichere Ernährungslage, Bewahrung der natürlichen Umwelt, Schutz vor Pandemien.