Leibniz Institut für Katalyse e. V. (Druckversion): Redoxreaktionen
Die Entwicklung umweltfreundlicher und effizienter katalytischer Reaktionen stellt eine große Herausforderung für die aktuelle chemische Forschung dar, wobei die Suche nach preiswerten Katalysatormetallen immer mehr in das Blickfeld rückt. Gleichzeitig ist der Bedarf an neuen chiralen Liganden unverändert hoch, weshalb in unserer Arbeitsgruppe die Ligandensynthese in die Erforschung industriell relevanter Katalysereaktionen wie Oxidationen bzw. Hydrierungen eingebunden ist.
Die metallkomplexkatalysierte Oxidationsreaktionen sind mengenmäßig die bedeutendsten homogenkatalytischen Reaktionen in der chemischen Industrie. In unserer Gruppe werden neue Katalysatorsysteme für die Oxidationsreaktionen zu technisch interessanten Produkten unter Einsatz kostengünstiger und möglichst umweltfreundlicher Oxidationsmittel wie Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid entwickelt. Aktuell werden katalytische Epoxidationen mit Ruthenium- und Eisen-Katalysatoren in Gegenwart von Wasserstoffperoxid untersucht.
Eisen als Katalysatormetall gewinnt auch auf dem Gebiet der Hydrierungen an Bedeutung. So gelingt es mehr und mehr die neu entwickelten Ligandenklassen in eisenkatalysierten Reaktionen erfolgreich anzuwenden. Neben der Hydrierung von C=C-, C=N- und C=O-Doppelbindungen werden auch Transferhydrierungen sowie Hydrosilylierungen bearbeitet. Dafür stehen neben den herkömmlichen Autoklaven (Parr) auch drei 8-fach Reaktorarrays für ein Parallelscreening zur Verfügung.