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Funktionalisierung Nachwachsender Rohstoffe

Prof. Udo Kragl

Nachwachsende Rohstoffe im Bereich der Landwirtschaft gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ziel der Forschung sind neue Lösungen für die Veredlung nachwachsender Rohstoffe zu interessanten Produkten des Non-Food-Bereiches.

Natürliche Rohstoffe sind entweder über- oder unterfunktionalisiert. Zucker und  Stärke haben sehr viele, Fette und Öle meist wenige funktionelle Gruppen. Eine begrenzte Anzahl von hoch reaktiven funktionellen Gruppen wird angestrebt. Gewünscht ist eine effiziente Veredlung, die zur chemischen Synthese konkurrenzfähig ist. Von den am Gesamt-Rohstoffbedarf mit etwa 10 % (ca. 1,8 Mio. t) vertretenen nachwachsenden Rohstoffen entfallen über 50 % auf Öle und Fette.

Die Veredelung der nachwachsenden Rohstoffe aus der Landwirtschaft wurde mit bekannten Methoden wie die Hydroformylierung von Ölsäureethylester und die Kreuz-Metathese von Undecensäuremethylether mit 3-Methylbuten in Modellreaktionen bearbeitet.

Die Mehrphasen-Suzuki-Reaktion von Bromanisol mit Arylboronsäuren wird durch organische Palladium-Komplexe katalysiert. Die Oligo- und Polymerisation von racemischen und chiralen Epoxiden wird getestet.

Ansprechpartner

Bereichsleiter
Prof. Udo Kragl

Projektleiter
Dr. Eckhard Paetzold

Mitarbeiter
Dr. Kathleen Grabow
Jens Baumgard
Robert Bratsch
Thomas Fahrenwaldt
Marion Marquardt
Christoph Stelt

Blühendes Rapsfeld in Mecklenburg-Vorpommern
Blühendes Rapsfeld in Mecklenburg-Vorpommern

Raps ist die wichtigste Ölpflanze in Deutschland. Es gilt das Rapsöl stoffwirtschaftlich zu nutzen und die gegenwärtige Herstellung von Dieselkraftstoff zu vermeiden.