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Koordinationschemische Wasserspaltung

Dr. Torsten Beweries

In den vergangenen Jahren wurde die Wasserstofftechnologie vielfach als Lösungsansatz für das Problem der nachhaltigen und ausreichenden Energieversorgung beschrieben.1 Als ausreichend vorhandene Ausgangsmaterialien zur Erzeugung von Wasserstoff als Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen eignen sich u. a. Ethanol, Glycerin, Ameisensäure und Wasser. Besonders die photokatalytische Wasserspaltung mit Übergangsmetallkatalysatoren, bei der theoretisch H2 und O2, welche dann direkt zur Energiegewinnung genutzt werden können, entstehen, ist ein viel versprechender Ansatz, der jedoch mechanistisch bislang kaum untersucht wurde.2

Die Untersuchung der metallorganischen Elementarreaktionen von Übergangsmetallverbindungen (besonders Ti, Zr, Hf) mit Wasser sowie die Rolle der entstehenden Komplexe als Intermediate in der (photo)katalytischen Wasserspaltung ist ein wichtiger Aspekt unserer Forschung.3 Darüber hinaus arbeiten wir an der Entwicklung und Testung neuer Systeme für die photokatalytische Wasserspaltung. Für diese Untersuchungen stehen u. a. drei Messstände (zwei vollautomatische und eine manuell betriebene Gasbürette, jeweils mit 300W Xe-Kurzbogenlampe) sowie eine hochwertige Gasanalytik (Permanentgas-GC) zur Verfügung.

[1]

N. S. Lewis, D. G. Nocera, Proc. Natl. Acad. Sci. 2006, 103, 15729.

[2]

O. Ozerov, Chem. Soc. Rev. 2009, 38, 83

[3]

a) P.-M. Pellny, V. V. Burlakov, W. Baumann, A. Spannenberg, U. Rosenthal, Z. Anorg. Allg. Chem. 1999, 625, 910.
b) T. Beweries, V. V. Burlakov, S. Peitz, P. Arndt, W. Baumann, A. Spannenberg, U. Rosenthal, Organometallics 2008, 27, 3954.

Ansprechpartner

Bereichsleiter
Prof. Uwe Rosenthal

Themenleiter
Dr. Torsten Beweries

Mitarbeiter
Dr. Marcus Klahn
DC Sven Hansen
Monty Kessler

Arbeitsgruppe Dr. Torsten Beweries
Arbeitsgruppe Dr. Torsten Beweries