Servicebereich Analytik: Circulardichroismus-Spektroskopie
Die Messung des CD gehört zu den wenigen spektroskopischen Methoden, mit denen die räumliche Anordnung von Molekülen nach Bild und Spiegelbild unterschieden werden kann. Im einfachsten Fall kann man durch eine einfache Messung an Substanzen mit bekannter relativer Konfiguration die absolute Konfiguration ermitteln.
In Rostock verfügbares Gerät:
J-710 (Jasco)
Das Gerät ähnelt einem Doppelspalt-UV-Spektrometer und hat einen Meßbereich von 175-800 nm (vom fernen Ultraviolett bis zum roten Ende des sichtbaren Spektrums).
Zusatzgeräte ermöglichen die Messung in einem Durchflussreaktor, unter Zugabe von Reagentien, bei Temperaturen zwischen -100 und +100°C und unter verschiedenen Reaktionsgasen (z. B. Wasserstoff) sowie Inertgas (Argon)
Bisher wurde das Gerät primär für zwei unterschiedliche Aufgabenstellungen verwendet: die Untersuchung von Aggregationsvorgängen unter Bildung von chiralen Überstrukturen (vor allem Vesikel) und die Beobachtung von Gleichgewichtszuständen, z.B. von reaktiven Komplexen, unter unterschiedlichen Einflußparametern wie Temperatur, Lösungsmittel, Hilfsstoffe etc. Nach einem Wechsel des Forschungsgebietes wird dieser Themenbereich nicht mehr aktiv bearbeitet (das Gerät ist zur Zeit außer Dienst gestellt, Messungen sind nur mit beträchtlicher Vorlaufzeit möglich). Für Fragen und Hilfestellung stehe ich gerne zur Verfügung.
Es gibt noch mindestens einen Arbeitskreis in Deutschland, der sich mehr oder weniger aktiv mit der theoretischen und praktischen CD-Spektroskopie befasst:
Prof. V. Buß, Duisburg
